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Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft


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17. – 18. November 2006
Flyer zur Tagung
Die politische Führung in der Bundesrepublik tat Jahrzehnte lang so, als sei der Antisemitismus mit dem Sieg der Alliierten über Deutschland am 8. Mai 1945 verschwunden oder allenfalls in neonazistischen Gruppen vorhanden. Doch Antisemitismus findet sich in allen gesellschaftlichen Gruppen – oben und unten, links und rechts, sowohl unter Migranten wie auch in der Mitte der deutschen Mehrheitsgesellschaft.
Soweit es überhaupt eine „Erziehung nach Auschwitz“ gab, die sich mit Antisemitismus nicht nur als historischem Phänomen auseinandersetzte, war sie auf deutsche Schülerinnen und Schüler orientiert. In der schulischen Realität war es aber längst vor der Anerkennung der Bundesrepublik als Einwanderungsland normal, dass Lehrerinnen und Lehrer Klassen zu unterrichten hatten, die sich mehrheitlich aus Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammensetzten. Darauf wurden sie pädagogisch nicht vorbereitet. Viele LehrerInnen und JugendsozialarbeiterInnen fehlt es daher zum Beispiel an Informationen über den Islamismus, an Wissen über die politische Situation in den Herkunftsländern und auch wie der Konflikt in Palästina und Israel in den Familien ihrer SchülerInnen verarbeitet wird, wissen wie sie wenig.
Nach den Terroranschlägen gegen Synagogen in Istanbul im November 2003 gründete sich im Berliner Stadtteil Kreuzberg eine migrantische Initiative gegen Antisemitismus (KIGA), die sich auch als Reaktion auf den zunehmenden Antisemitismus im unmittelbaren Umfeld verstand. Die Hauptzielgruppen sind Jugendliche und PädagogInnen aus Schulen und Jugendeinrichtungen in Kreuzberg und anderen Berliner Stadtteilen. Dabei steht die Arbeit mit Jugendlichen mit türkisch und arabischem Background im Vordergrund. Das impliziert, dass sich in der Bildungsarbeit zum Beispiel auch mit diesen Kontexten auseinandergesetzt wird. Zwei Mitarbeiterinnen von KIGA stellen ihr Projekt in einem workshop vor.

Tagungsprogramm
Freitag, 17. November 2006
19:00 Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft
Heiner Lichtenstein
, Journalist
(Vortrag und Diskussion)
Ort: NS- Dokumentationszentrum

In den frühen Jahren der BRD gefielen sich Politik, Kirchen und die meisten Parteien darin, den Antisemitismus in Westdeutschland für überwunden zu erklären. Wunschdenken oder bewusste Lüge ? Spätestens seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten nimmt die Gewaltbereitschaft gegen Juden – und Ausländerfeindschaft beängstigend zu. Seit seiner Wahl zum Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland hat Paul Spiegel immer wieder vorgeschlagen, alle Schulen sollten wenigstens ein einziges Mal im Jahr das Thema Völkermord behandeln. Er Predigte Tauben Ohren. Jetzt hat Spiegels Nachfolgerin Charlotte Knoblauch Alarm geschlagen. „Antisemitismus und rechtsradikale Attacken haben eine Offensichtlichkeit und Aggressivität erreicht die an die Zeit nach 1993 Erinnert “Zu dem von Gerhard Schröder als Bundeskanzler geforderten Aufstand der Anständigen „ ist es nie gekommen Dabei brennt es längst.
Heiner Lichtenstein ist Vorstandsmitglied des Vereins Gegen Vergessen Für Demokratie“ und Redakteur von „TRIBÜNE – Zeitschrift zum Verständnis des Judentums“

Samstag, 18. November 2006
Tagugnsort: Allerweltshaus
9:00 – 9:30 Begrüßung und thematische
Enführung
Hasan Taschkale, Tüday
Klaus Jünschke, Kölner Appell
Sophie Hennis, Allerweltshaus

9:30 – 11:00
Antisemitismus und Perspektiven
der historisch-politischen Bildung in der Einwanderungsgesellschaft

Ulla Kux, Politoligin, AktionSühnezeichen Friedensdienste, Berlin, (Vortrag und Diskussion)
11:00- 11:15 Pause

11:30- 13:00
Wie man die Geschichte andres erzählen kann?
Deutsch- Türkische Beziehungsgeschichte in der NS-Zeit, eine Führung im El- DE Haus von Dogan Akhanli Ort: NS- Dokumentationszentrum
13.00 - 14.30 Mittagsessen im Allerweltshaus

15.00 - 17.30 Workshops
Workshop I:Gründung des Staates Israel
Workshop II: Antisemitismus in der Türkei

Pädagogische Projekte zum aktuellen Antisemitismus präsentieren sich und stehen zur Diskussion:Elif Kayi - Aycan Demirel
(KIGA, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Berlin)

Ab 18:30 Abendessen im Lokal der Alten Feuerwache (Selbstzahlung)

20:00 Jiddische Lieder gegen Antisemitismus
Ein Konzert mit Manfred Lemm (Gesang, Gitarre) und
Fred Patzelt (Klarinette)

Ort: Alte Feuerwache

Manfred Lemm hat 1984 das erste Jiddisch- Festival in der Bundesrepublik initiiert. Es fand im Wuppertaler Opernhaus statt. Ihm folgten Internationale Festivals in Zürich und Krakau.
Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von Manfred Lemm stehen die Lieder des Krakauer Tischlers und Dichters Mordechaj Gebirtig (1877 – 1942) der am 4.Juni 1942 auf offener Straße im Krakauer Getto erschossen wurde.
Neben seinen Konzerten organisiert Manfred L emm mit seinem Ensemble workshops für Kinder und Jugendliche, durch die sie Einblick in die europäisch-jüdische Geschichte erhalten. Das jiddische Lied hat die Leidenserfahrungen der Juden in Europa aufgenommen und ist in besonderer Weise geeignet, jungen Menschen die Geschichte des Holocaust zu vermitteln. Dies geschieht durch das Einstudieren eines ausgewählten Programms von jiddischen und hebräischen Liedern, sowie durch die Vermittlung ihrer Inhalte. Im Konzert wird Manfred Lemm auch über diese Arbeit informieren

Anmeldung und Information:
Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an:
Allerweltshaus Köln & Kölner Appell gegen Rassismus e.V.
Dogan Akhanli
Körnerstr. 77-79, 50823 Köln
Fon: 0221 / 952 11 99 Fax: 0221 / 952 11 97
E-Mail: koelner.appell@t-online.de
(Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht)
Kosten:
€ 15,– (Tagungsgebühr, Verpflegung, Konzert, ohne Übernachtung- und Abendessen )
€ 10,– (ohne Konzert)
€ 10,– Studierende und Arbeitslose
Reisekosten werden nicht erstattet.
Der Beitrag ist auf der Tagung zu entrichten.
Tagungsorte:
Vortrag von Heiner Lichtenstein:
NS- Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25 (Innenstadt U 3,4,5, 6 und 19, Haltstelle: Appellhofplatz)
Tagung-b und Wokschops
Allerweltshaus, Körnerstr. 77- 79 U 3 und 4, Körnerstraße, sowie U5, Liebigstraße)
Konzert:
Alte Feuerwache
Melchiorstr. 3, (Näher Ebertplatz)
(U 6,12,15,16,18,19 Haltstelle: Ebertplatz bzw. Hansaring und sowie S 6,11, und 13, Hansaring)

Veranstalter:
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (Berlin) , Allerweltshaus Köln e.V.,
Kölner Appell gegen Rassismus e.V. ,
Verein El- De Haus und
Menschenrechtsverein Türkei /Deutschland e.V.

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